Kanonenkugeln - Cannonball
Kanonenkugeln - Cannonball
AS_585_104

die kleine Kugelkunde 

 

Bis zum Anfang des 18. Jhdt.
gab es noch eine Vielzahl von Geschützsorten mit unterschiedlichsten Kalibern
so das eine Zuordnung oft nicht möglich ist.

Bei den meisten Kalibern gab
es auch noch mehrere Rohrlängen.

 

Hier ein kleiner Überblick

 

1 pfünder – 51mm

3 pfünder – 70mm

4 pfünder – 80mm

6 pfünder – 90mm

12 pfünder – 120mm

24 pfünder – 150mm

48 pfünder – 172mm

68 Pfünder – 203mm

72 pfünder – 210mm

96 pfünder – 240mm

 

Die Bohrungen von Kanonen
besaßen eine Länge von etwa 15 bis 25 Kalibern.

Seit Beginn des 18. Jhdt.
wurden die Kaliber angeglichen, so daß einheitliche Artilleriesysteme
entstanden (6-Pfünder, 12-Pfünder. usw).

Kanonen wurden nach dem
Gewicht der eisernen Vollkugel bezeichnet, welche sie verschossen.

 

Bei den verschiedenen
Nationen bildeten sich ähnliche Kanonengrößen heraus, jedoch waren die Pfunde
national verschieden - ein französischer 6-Pfünder verschoß eine größere,
schwerere Kugel als ein österreichische 6-Pfünder.

Ab der 2. Hälfe des 18.
Jhdt. waren in
Großbritannien: 42, 32, 24, 18, 12, 9, 6, 4, 3 engl. Pfund Kugelgewicht
Frankreich: 48, 36, 24, 18, 12, 8, 6, 4 frz. Pfund
Schweden: 36, 24, 18, 12, 8, 6, 4, 3 schwed. Pfund

in gebrauch.

In Preußen bestand 1740 die
Feldartillerie nur aus vier Kanonenkalibern (24-, 12-, 6- und 3pfündig), einer
18pfündigen Haubitze und noch 50- und 75pfündige Mörser, ab 1742 auch
noch einer 10pfündigen Haubitze.



Wobei es auch hier unterschiede gab da eine preußische M1742 Sechspfünder ein Kugelgewicht
von 2800gr. hatte die der M1758 aber bei gleichem Rohrdurchmesser schon 3000gr.



Maßgeblich für einen sauberen Schuss war ja nicht das Gewicht der Kugel sondern der Durchmesser damit die Kugel problemlos zu laden war und auch ohne das Geschütz zu zerstören das Rohr verlassen konnte.

Deswegen war der Spielraum im Rohr bei meist 1,5- 2,5 mm



Unterschiedliche Gewichte rühren auch von Schwankungen beim Guss/Material her.

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